Gabriel als tragische Figur – PSG verteidigt Champions-League-Titel


Havertz aus spitzem Winkel, Dembélé vom Punkt und drei Fehlschüsse: Nach einer ungeschlagenen Champions-League-Saison verliert der FC Arsenal gegen Paris Saint-Germain im Elfmeterschießen.

Wer am heutigen Abend erst in der 120. Minute eingeschaltet hat, hat zuvor kaum etwas verpasst. Im Endspiel der Champions League trafen mit dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain die beste Defensive und die beste Offensive der diesjährigen Champions-League-Saison aufeinander. Für die Gunners ging es um den ersten Königsklassen-Titel der Vereinsgeschichte, für PSG um die Titelverteidigung. Ein spannendes und hochklassiges Spiel blieb jedoch weitgehend aus.

Havertz trifft früh

Den besseren Start erwischten definitiv die Engländer. Nach einem Fehler von Marquinhos in der fünften Spielminute war Kai Havertz frei durch und knallte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. Kurzzeitig konnten sich die Fans auf ein torreiches Finale einstellen – doch dem war nicht so.
Nach dem Führungstor konzentrierte sich Arsenal, wie schon in den vorherigen Spielen, fast ausschließlich auf die Defensive und kam am Ende auf gerade einmal 25 Prozent Ballbesitz. Durch das tiefe Verteidigen der Londoner konnte PSG das Tempo seiner Offensivspieler kaum ausspielen und erspielte sich zunächst nur wenige Torchancen.


Dembélé verwandelt souverän

Den absolut verdienten Ausgleich erzielten die Franzosen schließlich in der 62. Minute. Nachdem Kvaratskhelia im Strafraum von Rechtsverteidiger Mosquera zu Fall gebracht worden war, verwandelte Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé sicher vom Punkt.
In den letzten 20 Minuten hätte Paris das Spiel mehrfach frühzeitig für sich entscheiden können, doch Kvaratskhelia, Vitinha und Barcola vergaben allesamt gute Möglichkeiten. Von Arsenal kam offensiv dagegen kaum noch etwas. Auch in der Nachspielzeit blieb die ganz große Chance auf beiden Seiten aus, sodass im Elfmeterschießen doch noch einmal Spannung aufkam.


Elfmeterschießen endet tragisch

Gonçalo Ramos und Viktor Gyökeres machten jeweils den Anfang und verwandelten souverän. Eberechi Eze trat als zweiter Arsenal-Schütze an und setzte den Ball nach langem Verzögern links neben das Tor. Die Führung hielt jedoch nicht lange, denn auch Nuno Mendes vergab als dritter PSG-Schütze.

Die folgenden Spieler verwandelten sicher, sodass der Druck letztlich auf Arsenals Gabriel Magalhães lastete. Der vielleicht beste Innenverteidiger der Saison jagte den Ball halbrechts über das Tor und besiegelte damit die Pariser Titelverteidigung.

Trotz einer durchwachsenen Gruppenphase ist der erneute Champions-League-Sieg für Paris Saint-Germain durchaus verdient. Die Franzosen steigerten sich in der K.-o.-Runde von Spiel zu Spiel und überzeugten mit überragendem Konter- und Offensivfußball. Arsenal hingegen blieb zwar über die gesamte Champions-League-Saison hinweg nach 90 Minuten ungeschlagen, spielte dabei jedoch nur selten attraktiven Fußball.


Was meinst du?
Schreib es in die Kommentare!