Wer steigt auf? – Wer steigt ab?
Heute Abend um 20:30 Uhr startet die neue Saison der 2. Bundesliga. Diese enthält nicht nur einige neue Vereine, sondern auch viele neue Gesichter, die das Spielgeschehen maßgeblich beeinflussen werden. Wir werfen einen Blick auf die Teams mit dem größten Aufstiegs- und Abstiegspotenzial der Zweitligasaison 2026/27.
Aufstiegskandidaten:
Fabian Reese, Robert Glatzel, Muhammed Damar, Fraser Hornby – hört sich an wie ein solider Bundesligaangriff, ist jedoch die neue Offensive des VfL Wolfsburg. Nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte in die 2. Bundesliga haben die Wölfe trotz zahlreicher Abgänge (Koulierakis, Wimmer, Majer) einen überragenden Zweitligakader zusammengestellt. Demnach sind sie nicht nur eindeutiger Aufstiegs-, sondern auch klarer Meisterkandidat.
Der zweite direkte Aufsteiger ist meiner Meinung nach Hannover 96. Nach der verpassten Relegation am letzten Spieltag der vergangenen Saison steht nun der nächste Anlauf an. Auch wenn sie Leistungsträger – allen voran Enzo Leopold (Borussia Mönchengladbach) – verloren haben, besitzt der Kader der 96er genügend Qualität für den direkten Aufstieg.
Die besten Chancen auf den Relegationsplatz könnte der 1. FC Heidenheim haben. Für die erste Liga war der Kader der Heidenheimer zu schwach, für die 2. Liga ist er mehr als zufriedenstellend. Besonders die Torjäger Zivzivadze und Pieringer kommen hier viel mehr zur Geltung und können den Unterschied machen.
Ebenfalls Chancen auf den Relegationsplatz könnte der dritte Absteiger – der FC St. Pauli – haben, der kaum Abgänge zu verzeichnen hatte, sowie der 1. FC Kaiserslautern, vor allem wenn Top-Torjäger Prtajin zurückkehrt.
Der SV Darmstadt 98 und Hertha BSC gehören dieses Jahr nicht zu den absoluten Favoriten, da beide ihre wichtigsten Schlüsselspieler verloren haben. Sie werden sich vermutlich im Tabellenmittelfeld einordnen, genauso wie Nürnberg, Karlsruhe, Bochum, Dresden, Kiel und Magdeburg.
Abstiegskandidaten:
Ganz anders sieht es für die Kleeblätter aus Fürth aus, die sich schon letzte Saison, gerade noch so über die Relegation retten konnten. Sowohl Kapitän Branimir Hrgota (FC St. Pauli), als auch Torschützenkönig Noel Futkeu (Eintracht Frankfurt) haben den Verein verlassen. In der Defensive hat sich Fürth zwar verstärkt, ihre Offensivkräfte konnten allerdings nicht kompensiert werden. Ein direkter Abstieg ist meiner Ansicht nach hier genauso wahrscheinlich wie beim Aufsteiger VFL Osnabrück. Der Drittligameister hat zwar den einen oder anderen Transfer getätigt (Opitz), besitzt jedoch insgesamt zu wenig Qualität für die 2. Bundesliga. Ein direkter Wiederabstieg ist daher realistisch.
Die Plätze 14 bis 16 werden dementsprechend zwischen Bielefeld, Braunschweig und dem zweiten Aufsteiger Cottbus umkämpft sein. Beim Relegationsplatz tendiere ich jedoch eher zu Energie Cottbus, die seit 2014 erstmals wieder in der 2. Bundesliga antreten. Die Lausitzer schätze ich – besonders durch ihre vielen Talente (Michelbrink, Copado, Erlein) und Rückkehrer Leonardo Bittencourt – stärker ein als Fürth und Osnabrück, jedoch knapp hinter Braunschweig und Bielefeld.
Was meinst du?
Schreib es in die Kommentare!
Noch keine Kommentare - sei der Erste!